Hohen Strompreisen ein Schnippchen schlagen

 

Für teure große Solaranlagen auf den Hausdächern gibt es eine Alternative: kleine Geräte für beispielsweise den Balkon. Sie speisen Strom in das Hausnetz ein und können verschiedene Geräte mit Energie versorgen. Das Beste daran ist: sie erzeugen nicht nur umweltfreundlich Strom, sondern sie rentieren sich sogar schon nach nur wenigen Jahren.

Geräte im Stand-by-Modus oder Kühlschränke und Kühltruhen, die dauerhaft laufen, können auch mit Energie aus der Sonne versorgt werden, ohne dass dafür viel Geld für eine große Solaranlage auf dem Dach ausgegeben werden muss. Die Mini-Solaranlagen helfen Strom zu sparen und amortisieren sich schon nach wenigen Jahren.

Dabei sind Mini-Solaranlagen denkbar einfach. Hier sind keine großen Vorbereitungen oder ein Profi für die Installation nötig. Sogenannte Plug-in-Module lassen sich einfach an Balkon, Hauswand oder im Garten anbringen und aufstellen. Da die Plug-in-Module Gleichstrom erzeugen, ist noch ein Wechselrichter nötig, der den erzeugten Strom in Wechselstrom umwandelt und die Frequenz, Spannung und Phase an die Netzspannung anpasst. Über einen normalen Stromstecker wird dann der Strom ins eigene Hausnetz gespeist – und nicht in den bundesweiten Stromkreis. Die Energie wird praktisch umgehend verbraucht.

In der Europäischen Union sind angeblich schon 250.000 solcher Anlagen in Gebrauch, wie Spiegel Online berichtet. Die meisten davon in Österreich und Luxemburg. In Deutschland soll es bisher 40.000 Anlagen geben. Bei guter Sonneneinstrahlung – bei Südausrichtung und einer von Experten empfohlenen Neigung der Anlagen von 70 Grad – kann der Strom für unter zehn Cent pro Kilowattstunde erzeugt werden. Die meisten Haushalte zahlen beim Stromanbieter fast 30 Cent dafür. Unter optimalen Bedingungen ist also eine Ersparnis von circa zwei Dritteln möglich. Mini-Solaranlagen gibt es online schon für 400 Euro zu kaufen. Experten gehen davon aus, dass sich die Mini-Solaranlage bereits nach fünf Jahren amortisieren. Und diese Rechnung geht nur von einem gleichbleibenden Strompreis aus.

Wird der Strom ins Hausnetz eingespeist, können Geräte im Stand-by-Modus oder unter Dauerbetrieb wie Kühlschränke damit versorgt werden. Aber Vorsicht! Wenn Sie es nicht wissen, lassen Sie überprüfen, ob Ihr Stromzähler eine Rücklaussperre hat. Denn sollte mehr Strom erzeugt werden, als Sie verbrauchen, würde ein analoger Stromzähler sonst rückwärts laufen. Das ist nicht erlaubt. Strom an den lokalen Stromkonzern zu verkaufen, lohnt sich bei den ständig sinkenden Einspeisevergütungen kaum noch. Stattdessen gibt es auch Akku-Sets, mit welchen der nicht verbrauchte Strom gespeichert werden kann.

Mini-Solaranlagen anschließen kann theoretisch jeder. Häufig wird eine Montageanleitung mitgeliefert. Wer sich jedoch unsicher ist, sollte sich auf jeden Fall an einen Fachmann wenden.

Lohnt sich der Einbau einer Solaranlage vor dem Verkauf? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

 

Foto: © mmaxer/Depositphotos.com

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